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Artikel Tagged ‘Job’

Arbeiten usw. 2009/2010 … Teil 2

So, wieder in der Realität angekommen durch die tolle Firma, fand ein Realitätscheck statt! Ich musste mich blitzschnell orientieren, denn die Uhr tickte mit jeden verstrichenen tag gegen mich, da ich nur 6 Monate Anspruch auf ALG1 hatte. Also galt es, schnellst möglich einen neuen Job zu finden und zwar diesmal bei Menschen und einem Unternehmen die es zu schätzen wissen, mich als Mitarbeiter zu haben.
Ich renne also zur Agentur und plopp bekomme einen Bildungsgutschein in die Hand gedrückt, was für mich positive Möglichkeiten eröffnet hat. Ich war endlich in dern Lage meine Microsoft Zertifizierung (MCITP-EA), die ich eh seit Jahr und Tag machen wollte zu machen. Also gab ich mal 4 Monate Vollgas und machte alle Scheine und Prüfungen bei New Horizons. Ich kann den Laden für sowas nur empfehlen, sehr gemütliche und chillige Atmosphäre da.

Nachdem ich die Scheine und Prüfungen in der Tasche hatte, muss ich mal eine Lanze für die Agentur brechen. Ich hatte einen unglaublich GUTEN Support vom Reha-Team da. Ich hab von denen, ungelogen alle zwei Wochen auf mich Maßgeschneiderte Jobs zum Bewerben bekommen. (Schwerbehindertengerecht, bei Stadt für öffentlichen DIenst usw.). Großes Kompliment and die fleißigen Bienchen da. Es dauerte natürlich auch kaum 1.5 Monate als dann meine große Chance kam auf einen tollen Job. Ich bewarb mich also auf die Stelle (öffentlicher Dienst als System Administrator) und wurde auch prompt eingestellt. Seit Dezember 2009 bin ich nun dort am Arbeiten und ich muss sagen, der Job ist praktisch wie ein sechser im Lotto. Job geil, Kollegen cool, Probezeit erfolgreich absolviert, Lebensanstellung bei der Stadt. Sicherer gehts nichtmehr. Endlich alles Sorgen was den Job angehen sind geschichte :)

Arbeiten usw. 2009/2010 … Teil 1

Woa, da liegt echt was hinter mir! Im Grunde fing alles im Dezember 2008 an wieder gut zu laufen, dachte ich. Nachdem ich ein paar Monate Arbeitslos war und mich auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren musste, kam von einem Start-Up Unternehmen (Wiedermal ein Start-Up *kotz*) ein Jobangebot, welches ich auch dankend annahm, naja besser als Arbeitslos zuhause und eine theoretisch gute Gelegenheit für mich, wieder in den Job zu kommen. Nach der doch längeren Phase ohne Job! Wie es aber so ist bei Start-Ups, ist es zu 99% A vorprogrammiert, dass das Unternehmen scheitert und B man zu einer 95%igen Wahrscheinlichkeit einfach nur als Arbeitnehmer ausgenutzt wird. Was soll ich sagen, beides traf in diesem Fall zu! Wie man diesem Quicklink entnehmen kann =). Der liebe Gott kennt halt noch Gerechtigkeit!
Denn nachdem man mich hat 5 Monate Bluten lassen, mich ein komplettes Office aus dem Boden hat stampfen lassen (IT Technisch inkl. Telefonanlage usw.), hat man mich am LETZT möglichen Tag der Probezeit gekündigt, aber natürlich war das Office zu dem Zeitpunkt komplett einsatzbereit und lief. Mich und zwei andere Mitarbeiter hat man direkt vor die Tür gesetzt nachdem die Jobs vollbracht waren. Unfassbar durchschaubar vom CEO, aber hat Ihn nicht weiter gejuckt, nicht wahr Hr. Heidfeld.

So, nun war ich wieder Arbeitslos und mein Ego hat entsprechend drunter gelitten. Die Sache ging noch vor Gericht wegen Abfindung usw., weil ich doch so Clever war und denen nach 2 Monaten Arbeit von meiner Behinderung erzählt hatte und meinen Schwerbehinderten-Ausweis bei denen eingereicht hatte, konnte ich überhaupt mit etwas rechnen (Probezeit lalalalaaa).
Ich hatte keine andere Wahl als vor Gericht zu gehen, denn die Existenz meiner Familie stand auf dem Spiel, mir haben 2 Monate gefehlt um Anspruch auf ALG1 zu bekommen, also ab vor den Kadi und anstatt Abfindung wollte ich 2 Monate länger die Anstellung mit einem Monatgehalt. OK, mag vieleicht nicht viel erscheinen, aber so bin ich dem Harz 4 entkommen, was lanfristig natürlich wesentlich besser ist.

Mehr gibts später…

Die goldene Zeiten…

Wenn es sie denn je gab, sind hiermit offiziell Zuende! Der Markt in Deutschland ist übersättigt in der IT Branche, es werden immer mehr Leute gefeuert und keine mehr eingestellt. Es sei denn, man lässt sich konsequent ausbeuten in der freien Marktwirtschaft und wird bei eingeschränkter oder nichtmehr vorhandener Funktionaltität ausgetauscht und weggeschmissen.
Die Frage ist, wann wird sich der Markt wieder erholen, oder besser noch, warum sollte man es zulassen, dass der Markt sich erholt, wenn es doch so funktioniert wie es funktioniert? Die CEOs in diesem Lande bekommen im Grunde immer frisches Fleisch auf dem Markt, bei bedarf, um es noch ein bissel mehr auszupressen und auszusaugen. Das Traurige an der Situation ist, die “Jungen Wilden” machen diese Spielchen mit, weil Sie A. noch Jung sind und B. ein wenig Beruferfahrung brauchen können. Leute mit Berufserfahrung (immerhin 12 Jahre) und mit einer Behinderung fallen dermaßen schnell durchs Raster, beim Auswahlverfahren der HR-Leute, so schnell fällt kein Blatt Papier auf den Boden :)

Naja, genug rumgeheult! Weiter machen! :)

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Die Weiterbildung

Da soll mal einer sagen, die Agentur fuer Arbeit taugt nix. Ganz ehrlich, da muss ich glatt mal das Gegenteil behaupten. Derzeit bin ich arbeitslos, nachdem mein letzter Arbeitgeber sich dazu entschieden hat, mich am letzten fristgerechten Tag der Probezeit vor die Tuer zu setzten. Natuerlich nachdem ich mir den Allerwertesten fuer den Laden aufgerissen hatte, und mal eben die komplette Netzwerk-Infrastruktur + Callcenter + Kundensupport + Salesforce fuer den Laden zum laufen gebracht habe. Ganz klasse! Naja, anderes Thema, man sollte halt niemals dem Chef in einer ruhigen Minute stecken, dass man Schwerbehindert und Dialyse-Patient ist.
Schwamm drueber, dass gibt mir wenigstens die Moeglichkeit, dank der Agentur fuer Arbeit eine laengst ueberfaellige Zertifizierung zu machen. Den Microsoft Certified IT Professionel – Enterprise Administrator. Eine wirklich feine Sache, dadurch bekomme ich einen laengst ueberfaelligen Feinschliff im Job und eine wirklich essenzielle Qualifikation fuer meinen Job.

Ich wollte einfach mal loswerden wie toll alles diesmal geklappt hat mit dem Behoerdenapparat, anstatt immer nue zu meckern :)

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Mail-Terror Deluxe!

Das Leben eines Administrators kann bei weilen doch ziemlich hart sein, besonders wenn die Kollegen bei einem Mail Hoster sitzen. Während wir an unserem Livesystem für die Webseite arbeiten, unterlief uns ein kleiner, aber für den Hoster schwerwiegender Fehler in den Settings des SQL Servers. Der SQL Server hielt es für nötig uns sein Errorlog auf eine Mail zu jagen die wir eigens dafür vorgesehen hatten, was ja auf den Ersten Blick auch Sinnvoll ist, nur produzierte der SQL-Server so ziemliech jede sekunde 4 Errors, die er uns auch brav mitteilen wollte. Pro Error dann natürlich eine Mail. Ergo, da wir den Fehler im ersten moment nicht bemerkten, gingen da eineiges an Mails raus.
Ich bekam dann vom Hosting Team einen anruf, dass hier bei denen eineiges an Mails aufgelaufen sind. Ich fragte dann ganz lieb um wieviel es sich dabei handelt. Der gute Mann berichtete dann was von so circa 18.000 Emails und ob wir jetzt unseren Exchangeserver als Spamverteiler nutzen würden.

Und die Moral von der Geschicht’ traue einem Microsoft SQL-Server nicht.

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Warum nix mehr über den Wegener?

Also, so ist es ja nu nicht! Ich habe den Blog etwas umgestellt, da ganz einfach die Krankheit nicht mehr in meinem Lebensmittelpunkt stehen soll, wie sie es die letzten 8 Jahre bis jetzt tat. Sie wird natürlich immer ein Teil von mir bleiben mit dem ich leben muss, aber sie soll nicht das sein wofür ich lebe. Ich lebe für mich und nicht für die Krankheit.
Diese Selbsterkenntnis und mein neuer Job haben maßgeblich dazu beigetragen, dass ich von Grund auf neue Prioritäten im meinem Leben gesetzt habe. Meine Werte sind so gut wie nie (also zumindest mit dem Wegener) und dementsprechend fühle ich mich auch. Ich werde auch nicht mehr zulassen, dass ich einen Schub bekomme, dass wird nicht mehr tolleriert. Lasst den mal labern denken sich jetzt einige? Ich sage FALSCH! Denn ich bin immer noch der Meinung, dass eine Form des Wegeners (wenn man es denn so schreiben kann), durch einen selbst verursacht wird. Aus diesem Grund verbiete ich auch durch und durch einen Rückfall. Die Zeit wird es zeigen ob ich recht behalte und ich werde recht behalten!

Der Blog hier soll praktisch zeigen, dass es nach dem Wegener auch noch ein Leben gibt und was man mit körperlichen Handycaps trotz all dem so leisten und vollbringen kann. Vieleicht dient es ja dem einen, oder anderen auch ein wenig als Motivationsstütze.

Ich bin wie gesagt wieder voll im Leben drin, arbeite jetzt in einer Company wo der Job richtig spass macht und vorallem Vollzeit. Alle Hürden die mir die Ämter in den Weg gelegt hatten, wurden überwunden und klein kriegt uns keiner. Denn wie mein Rheumatologe so schön sagt “Die Wegener Leute sind ein ganz spezielle Art von Menschen, die keiner klein kriegt”.

In diesem Sinne, hoffe ich dass ich euch ein wenig unterhalten, informieren und zeigen kann was so geht!

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Achtung, Achtung! Grippe in D-Town

Ja, nu hat es mich erwischt. Grippe beschwerden mit allem was dazu gehört. na ja gut, es geht schon wieder besser, dass beweisst auf jeden Fall dieser Post. Also, morgen früh wieder brav antreten und sich dem Kampf im jungel stellen.

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Jobbörse!

Nachdem ich endlich mal den Kopf aus dem Sand gezogen habe ud den ganzen Dreck abgeschüttelt habe, bin ich erleuchtet worden. Erst dachte ich die Selbständigkeit wäre die optimale Lösung für meine Situation. Ich könnte mir dann die Dialysezeiten perfekt einteilen und auf meine Bedürfnisse anpassen was ja auch soweit funktioniert hat, nur bin ich recht schnell zur Erkenntnis gekommen, dass nur die Existenzgründer-Förderung von der Agentur für Arbeit keine vierköpfige Familie auf Dauer ernähren kann. Das Problem ist einfach, der Markt is sehr schwierig und die Leute die Geld haben sitzen drauf. Ich wollte mich eigentlich auf die Mediziner einschiessen und für deren Praxen die IT managen, aber die lassen sowas lieber von irgendwelchen unqualifizierten Kunststudenten, oder noch schlimmeren handhaben. Es ist immer wieder nicht zu begreifen wie fahrlässig manche Leute mit Ihren Existenzen umgehen. Natürlich gibt es auch Ärzte die vernünftige IT Dienstleister haben, keine Frage, aber um die Auszustechen fehlt es einfach an Referenzen. Naja, langes Vorspiel, kurzer Sinn, ich bin dabei mich zu bewerben und suche mir endlich einen vernünftigen Job. In einer vernünftigen Company. ich hab da auch schon was ganz tolles und nettes in Aussischt, aber dazu sag ich erst mehr, wenn es denn klappt.

So, stay tuned für mehr… Stefan

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Job Suche V1.0

10. November 2007 Stefan Walther 2 Kommentare

So einnfach wie Anfangs gedacht, ist es nun doch wirklich nicht. Die anfängliche Euforie ersetzt sich mehr und mehr durch Besorgnis. Warum? Weil, ich jedesmal wenn ich eine Bewerbung weggschicke, ein wirklich komisches Gefühl in der Magengrube habe, wie ich meinem zukünftigen Arbeitgeber klar machen soll, das ich als Patient noch nicht vollkommen genesen bin und noch 3 mal die Woche zur Dialyse latschen muss. Das ist ein, sagen wir mal, doch recht großes Problem für mich. Aus dem Bekanntenkreis kommen dann im so Sprüche wie “Das wird schon schief gehen”, “Mach dir deshalb keinen Kopf” oder “Sag’s ihm doch einfach nicht”. Ich persönlich denke aber, man sollte so eine kleine Banalität o_O wie eine Hämodialyse, schon seinem neuen Arbeitgeber mitteilen.

Warum Jobsuche V1.0? Na ja, für mich ist die Situation halt wie ein Kaltstart bzw. irgendwo ein Neuanfang. Nicht vom Job selber her, ich mein, die Skills die man sich über die Jahre hinweg angeignet hat, die bleiben einem ja erhalten, aber trotzdem ist alles anders. Man ist alles andere als flexibel, nicht nur das man halt wie schon angesprochen, 3 mal die Woche zur Dialyse muss, nein, man ist auch an einem Ort gebunden. Ein Seminar mal eben machen, oder Außerhalb seines Wohnortes arbeiten, erweisst sich ebenfalls als sehr schwierig, bis gar unmöglich. Einschrenkungen, Einschrenkungen, Einschrenkungen. Auch von der Sicht eines Arbeitgebers, keine leichte Entscheidung, ganz objektiv betrachtet.

Am 27.11.2007 hab ich endlich den Termin in der Uni, was für mich den Startschuss zum Transplantationstermin einleitet. Warten wir was draus wird. Ich halte euch auf jedenfall auf dem laufenden…

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